Achtung Wildwechsel: Polizei warnt vor erhöhter Unfallgefahr im Herbst

(Kanton Basel-Landschaft BL). Achtung Wildwechsel! Wenn die Tage kürzer werden und die Dämmerung früher einsetzt, steigt auch die Gefahr von Wildunfällen.

Besonders in den frühen Morgenstunden und rund um die Dämmerung heisst es deshalb: Tempo runter, Augen auf und bremsbereit sein!

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Warnung: Erhöhte Gefahr durch Wildwechsel im Herbst
  • Gefahrenzeiten: Frühe Morgenstunden und Dämmerung
  • Fahrverhalten: Geschwindigkeit reduzieren und bremsbereit bleiben
  • Besondere Vorsicht: In Waldnähe und an bekannten Wildwechselstellen
  • Bei Wild auf der Fahrbahn: Kontrolliert bremsen und riskante Ausweichmanöver vermeiden
  • Nach einem Wildunfall: Sofort anhalten, Unfallstelle sichern und Polizei informieren
  • Notruf: 112 gemäss Polizei Basel-Landschaft
  • Meldepflicht: Wildunfälle müssen der Polizei gemeldet werden
  • Wichtig: Verletzte Wildtiere nicht zurücklassen, ohne den Unfall zu melden

Und wenn es doch einmal kracht? Nicht einfach weiterfahren! Meldet den Wildunfall umgehend der Polizei unter 112.

Wer ein verletztes Tier zurücklässt und weiterfährt, macht sich strafbar.

Danke, dass ihr aufmerksam unterwegs seid und Rücksicht nehmt!

Eure Polizei Basel-Landschaft

Polizei.news informiert | Wildwechsel und Verkehrssicherheit

Plötzlich steht ein Reh auf der Strasse: So reagieren Sie richtig

Im Herbst steigt die Gefahr von Wildunfällen besonders in der Morgen- und Abenddämmerung. Rehe, Hirsche und andere Wildtiere können unvermittelt auf die Fahrbahn laufen. Gerade entlang von Wäldern und Feldern ist deshalb besondere Aufmerksamkeit gefragt.

Ein Wildtier auf der Strasse kann Fahrzeuglenkende zu einer reflexartigen Reaktion verleiten. Doch ein plötzliches Ausweichmanöver kann gefährlicher sein als ein kontrolliertes Bremsmanöver. Besonders auf schmalen Strassen besteht das Risiko, in den Gegenverkehr oder gegen ein Hindernis zu geraten.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Wildtiere sind häufig nicht allein unterwegs. Wer ein Reh oder einen Hirsch am Strassenrand entdeckt, muss damit rechnen, dass weitere Tiere folgen.

5 wichtige Tipps: So vermeiden Sie Wildunfälle

1. Tempo frühzeitig reduzieren

Fahren Sie bei Dunkelheit und in der Dämmerung besonders vorausschauend. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit insbesondere in Waldgebieten und an signalisierten Wildwechselstellen.

2. Strassenränder aufmerksam beobachten

Achten Sie auf Bewegungen im Bereich von Büschen, Waldrändern und Feldern. Reflektierende Tieraugen können im Scheinwerferlicht frühzeitig auf Wildtiere hinweisen.

3. Bei Wildsichtung kontrolliert bremsen

Taucht ein Wildtier auf, reduzieren Sie die Geschwindigkeit und blenden Sie das Fernlicht ab. Vermeiden Sie hektische Lenkbewegungen und gefährliche Ausweichmanöver.

4. Mit weiteren Tieren rechnen

Hat ein Reh die Strasse überquert, ist die Gefahr nicht unbedingt vorbei. Weitere Tiere können unmittelbar folgen. Bleiben Sie aufmerksam und beschleunigen Sie nicht vorschnell.

5. Bei einer unvermeidbaren Kollision die Kontrolle behalten

Bremsen Sie möglichst kontrolliert, halten Sie das Lenkrad fest und bleiben Sie auf Ihrer Fahrspur. Die Sicherheit der Fahrzeuginsassen und anderer Verkehrsteilnehmender hat Vorrang.

Wildunfall passiert? Diese Schritte sind entscheidend

1. Sofort anhalten: Halten Sie möglichst sicher an und schalten Sie die Warnblinkanlage ein.

2. Unfallstelle absichern: Ziehen Sie eine Warnweste an, achten Sie auf den Verkehr und stellen Sie das Pannendreieck auf, sofern dies gefahrlos möglich ist.

3. Polizei verständigen: Melden Sie den Wildunfall umgehend. Im Kanton Basel-Landschaft nennt die Polizei die Notrufnummer 112. In der Schweiz ist die Polizei auch über 117 erreichbar.

4. Verletzte Tiere nicht berühren: Nähern Sie sich einem verletzten Wildtier nicht. Es kann aus Angst oder unter Schmerzen unberechenbar reagieren.

5. Auf Fachpersonen warten: Die Polizei organisiert bei Bedarf die zuständige Wildhut oder Jagdaufsicht. Ist das Tier geflüchtet, merken Sie sich möglichst genau die Stelle, an der es verschwunden ist.

Wichtig: Auch wenn ein angefahrenes Tier noch weglaufen kann, muss der Unfall gemeldet werden. Verletzungen können schwerwiegend sein, ohne dass dies von aussen sofort erkennbar ist.

Warum Wildtiere in der Dämmerung besonders gefährlich sind

Viele Wildtierarten sind während der Morgen- und Abenddämmerung besonders aktiv. Gleichzeitig verschlechtern sich die Sichtverhältnisse für Autofahrende. Dadurch bleibt häufig weniger Zeit, um auf plötzlich auftauchende Tiere zu reagieren.

Besonders tückisch sind unübersichtliche Strecken mit angrenzenden Wäldern, Hecken oder Feldern. Wer dort die Geschwindigkeit frühzeitig reduziert, verbessert seine Chancen, rechtzeitig anhalten zu können.

Merksatz: Bei Wildwechsel Tempo reduzieren, bremsbereit bleiben und nicht riskant ausweichen. Nach einem Zusammenstoss immer anhalten und die Polizei verständigen.

 

Quelle: Polizei Basel-Landschaft
Bildquelle: Polizei Basel-Landschaft

Publireportagen

Empfehlungen

Dubach Barvermietung – OpenairBar.ch